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Internorm Haustürenglossar

Schnittstelle Haustür

Anders als Fenster stellen Haustüren nicht nur eine Blickbeziehung zwischen Innen und Außen her, sondern sind eine aktiv genutzte Schnittstelle zwischen Öffentlich und Privat – mit allen Aspekten, die beide Begriffe umfassen. Ein guter Grund, die Haustür sowohl unter architektonischen als auch unter technischen Gesichtspunkten näher zu betrachten.

Mit diesem Glossar laden wir Sie ein, von unserem Know-how zu profitieren, eventuelle Schwellenängste in Bezug auf diesen transitorischen Ort abzubauen und sich neue planerische Impulse zu eröffnen. Diese Seite wird kontinuierlich erweitert, schauen Sie also regelmäßig vorbei.

Individualität

Individualität

Wie betrete ich ein Haus? Die Beantwortung dieser Frage vermittelt nicht nur Besuchern einen ersten Eindruck, sondern hat auch für die Bewohner eine starke Bedeutung. Sie betreten durch die Haustür ihre geschützte Privatsphäre. Oder auch nicht – wenn sich hinter der Haustür ein gemeinschaftliches Treppenhaus befindet. Dies ist ein Bereich zwischen Öffentlich und Privat, der oft von einer Zwangsgemeinschaft genutzt wird. Die Privaträume beginnen erst hinter der nachgeordneten Wohnungstür.

Die eigene Haustür kann also den emotionalen Stellenwert der dahinter liegenden Räume für die Bewohner erhöhen. Dies kann bei Mehrfamilienhäusern oder Wohnanlagen zum Beispiel durch Laubengänge oder eine offen gestaltete Erschließung erzielt werden.

Doch auch der Besucher erhält am Eingang ein Signal. Es gibt einen Hinweis darauf, wie das Gebäude erschlossen wird, aber auch auf die Funktion des Gebäudes bzw. auf die Bewohner. Ist die Gestaltung repräsentativ oder zurückhaltend, einladend oder eher abweisend, direkt oder versteckt? Die Gestaltung der Haustür ist dabei maßgeblich – der Designstil, der Anteil an Glas- und geschlossener Fläche sowie die Material- und Farbwahl. Mit unserem Haustürendesigner können Sie ganz einfach die passende Tür konfigurieren, in ein Bild der Immobilie integrieren und die Wirkung überprüfen.
Technisch findet sich das Thema Individualität in einer besonderen Form der Türsicherung wieder: dem Fingerscanner. Der individuelle Fingerabdruck ersetzt den herkömmlichen Schlüssel und öffnet die Tür mit nur einem „Fingerstreich“. 

Barrierefreiheit

Barrierefreiheit

Barrierefreiheit ist inzwischen längst als individueller Komfort bzw. Universal Design in der Planung angekommen. Denn jeder profitiert dauerhaft oder temporär beispielsweise von schwellenlosen Ausgängen. Doch um einen Eingang wirklich behindertengerecht zu gestalten, müssen weitere Vorgaben berücksichtigt werden. Festgelegt sind sie in den entsprechenden Normen: DIN 18040 für Deutschland, SIA 500 für die Schweiz und ÖNORM B 1600 für Österreich.

Grundsätzlich gilt:

  • Türschwellen sind nicht zulässig. Sind sie technisch nicht zu vermeiden, dürfen sie max. 2 cm betragen und müssen gut überfahrbar sein.
  • Die lichte Breite muss mindestens 90 cm betragen. Vor der Haustür muss ausreichend Bewegungsfläche gegeben sein.
  • Leichtes Schließen und Öffnen – vorzugsweise automatisch. Elektronische Schließanlagen ohne Schlüssel erleichtern die Nutzung zusätzlich.
  • Für Menschen mit sensorischen Einschränkungen müssen Türen deutlich erkennbar sein, beispielsweise durch eine kontrastreiche Gestaltung.

Besonders der schwellenlose Übergang stellt in der Praxis eine Herausforderung dar, denn er wiederspricht den Anforderungen an die Bauwerksabdichtung. Hier helfen bauliche Maßnahmen wie ein Witterungsschutz durch ein Vordach oder eine Nische. Auch eine Entwässerungsrinne mit Gitterrost schütz vor eindringendem Wasser.    

Flächenbündig

Flächenbündig

Grundsätzlich betrachtet, sind Fenster und Türen in die Wand geschnittene Öffnungen. Möchte man das gestalterische Gewicht auf die Wand legen, wählt man flächenbündige Fenster und Türen. Bei unseren flächenbündigen Haustüren des Designstils studio liegen Rahmen und Türblatt in einer Ebene. Verdeckt liegende Bänder, eine eingelassene Rosette und optionale Schalengriffe perfektionieren die flächige Wirkung.